BRUNO

Für nach Wiesbaden zugewiesene Geflüchtete im Rechtskreis AsylbLG ist die Landeshauptstadt Wiesbaden unterbringungspflichtig. Aktuell leben ca. 2040 Geflüchtete in den unterschiedlichen Rechtskreisen (AsylbLG, SGB II und SGB XII) in Gemeinschaftsunterkünften (GU). Auch mit einem Rechtskreiswechsel endet in der Regel – aufgrund des derzeit angespannten Wiesbadener Wohnungsmarktes - nicht unmittelbar auch die Unterbringung der Personen in GU. Das Zusammenleben in GU ist einem starken Regelwerk unterworfen. Nicht jeder Geflüchtete kann dies einhalten. Es kommt daher dazu, dass Geflüchtete aufgrund unterschiedlicher problematischer Verhaltensweisen nicht weiter in einer GU wohnen können. Diese Personen werden regelhaft in einem Männerwohnheim, welches sie tagsüber verlassen müssen, untergebracht.

Mit überwiegend aufsuchender Sozialarbeit unterstützen die pädagogischen Fachkräfte des Projekts BRUNO die Teilnehmenden in der gesellschaftlichen Eingliederung. Ziele der Maßnahme sind in der Regel die Schaffung einer Tagesstruktur, die Verbesserung zwischenmenschlicher und sozialer Kompetenzen, das Kennenlernen sowie Verstehen und Einordnen in das vorhandene soziale Norm- und Wertesystem und Erarbeitung und Erprobung der Integration in ein Arbeits- und/oder Qualifizierungsangebot (z.B. Spracherwerb). Im Falle einer Suspendierung aus einer Gemeinschaftsunterkunft werden die überwiegend jungen Männer für die Rückkehr in eine GU bzw. andere Wohnform vorbereitet.

Für weitere Informationen oder Fragen wenden Sie sich bitte an die Projektmitarbeiter.

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